FC BPH Inside #8 - Kiala Mbauzulu

Kiala Mbauzulu über den gebrauchten Nachmittag bei Azadi Hameln und die nötige Reaktion
Artikel vom 4. September 2026
Der Artikel wird präsentiert von:
Kiala, das 2:7 beim SV Azadi Hameln war nach dem Pokal-Aus gegen Königsförde der nächste dicke Dämpfer. Wie fällt dein ehrliches Fazit als Kapitän nach diesem gebrauchten Nachmittag aus?
Azadi war an dem Tag einfach besser als wir. Sie haben ihr Spiel gespielt und wir sind leider nicht richtig ins Spiel gekommen. Hinten standen sie sicher und vorne waren sie abgezockt. Wir haben an dem Tag keine Lösung dafür gefunden. Es war unsere erste Niederlage in der Liga. Deshalb sollte man jetzt aber auch nicht alles schlechtreden. Wir wissen, dass wir es besser können, und werden daraus unsere Lehren ziehen.
Sieben Gegentore in einem Spiel sprechen eine deutliche Sprache. Wo siehst du aktuell die Hauptgründe dafür, dass ihr defensiv die Ordnung verliert und dem Gegner das Toreschießen teilweise zu einfach macht?
Dass wir grundsätzlich unsere Ordnung in der Defensive verlieren, würde ich so nicht sagen. Wir hatten im August acht Spiele in vier Wochen, davon fünf Spiele innerhalb von 14 Tagen. Das spricht natürlich auch eine deutliche Sprache. Das soll aber keine Ausrede sein. Andere Mannschaften hatten ebenfalls viele Spiele. Wir hatten an dem Tag einfach einen schlechten Tag und Azadi war besser als wir. Das darf uns natürlich nicht noch einmal passieren.
Wenn man sich die gesamte Saison anschaut, sollte man aber auch die Kirche im Dorf lassen. Wir haben bisher 29 Tore geschossen und damit im Schnitt mindestens zwei Tore pro Spiel erzielt. Zwölf Gegentore sind sicherlich nicht das, was wir uns wünschen, aber gleichzeitig gehören wir zu den Mannschaften mit den meisten geschossenen Toren. Wir reden hier über ein Spiel und nicht über die gesamte Saison.
Gerade in schwierigen Phasen ist die Moral innerhalb der Truppe gefordert. Wie nimmst du die Stimmung in der Kabine wahr und was musst du als Kapitän jetzt ansprechen, damit der Kopf wieder hochgeht?
Wir haben ein Spiel verloren, nicht unsere Saison. Im Training wurde das Spiel angesprochen, abgehakt und dann richten wir den Fokus auf die nächsten Aufgaben. Die Stimmung in der Kabine ist trotz der Niederlage weiterhin sehr gut. Die Jungs sind heiß und motiviert. Wir sind zwar nicht mehr Erster, aber dafür werden wir jetzt vom Gejagten zum Jäger. Und genau diese Rolle wollen wir annehmen.
Offensiv gelingt euch fast in jedem Spiel der eine oder andere Treffer, aber die Balance zum Defensivverhalten stimmt momentan nicht. An welchen Stellschrauben müsst ihr im Training in den kommenden Tagen am dringendsten drehen?
Die gesamte Mannschaft macht grundsätzlich einen guten Job. Wir müssen vor allem unsere individuellen Fehler abstellen und in bestimmten Situationen noch konzentrierter sein. Ansonsten sehe ich keinen Grund, jetzt plötzlich alles infrage zu stellen. Wir haben in dieser Saison gezeigt, dass wir offensiv sehr gefährlich sind und auch defensiv als Mannschaft gut funktionieren können. Jetzt geht es darum, wieder zu unserer Leistung zurückzufinden.
Zum Abschluss der Blick nach vorne: Das nächste Spiel steht vor der Tür und die Fans erwarten eine Reaktion. Mit welcher Einstellung geht ihr in die Partie und was hast du dir persönlich vorgenommen, um als Führungsspieler voranzugehen?
Wir haben alle gemeinsam dasselbe Ziel. Wir wollen mit dem nötigen Siegeswillen in jedes Spiel gehen und zeigen, dass die Niederlage gegen Azadi nur ein Ausrutscher war. Da ich momentan verletzt bin, kann ich leider nicht auf dem Platz helfen. Aber ich werde meine Mannschaft von der Seitenlinie aus tatkräftig unterstützen, motivieren und nach vorne peitschen. Jetzt heißt es: Kopf hoch, weitermachen und die richtige Reaktion zeigen.
