Herzschlagfinale mit bitterem Ende

FC BPH 2 verliert 3:4 in Hameln
Spielbericht vom 22. September 2026
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Ein Flutlichtspiel zum Luftanhalten, ein Ergebnis zum Haareraufen: Unsere 2. Herren hat bei FC Preussen Hameln 07 2 eine bittere 3:4-Niederlage kassiert – nach einem Rückstand von zwei Toren, einer eindrucksvollen Aufholjagd und einer Schlussphase, die bis zur letzten Sekunde alles offenließ. Am Ende reichte der ganze Mut nicht, um wenigstens noch einen Punkt aus Hameln mitzunehmen.
Schwerer Start und ein doppelter Rückschlag
Der Auftakt geriet unserer Mannschaft gründlich daneben. Bereits nach vier Minuten hätte Andrej Felker nach starkem Ballgewinn und gutem Zusammenspiel mit Manuel Fricke und Cavit Türksen die Führung erzielen können, zögerte im entscheidenden Moment jedoch zu lange. Die Strafe folgte auf dem Fuß: In der achten Minute nutzte Aldin Dedeic einen langen Ball, gegen den unsere Abwehr zu hoch stand, eiskalt zur Führung. Preussen zog sich in der Folge tief zurück, ließ unsere Mannschaft phasenweise am eigenen Passspiel verzweifeln und schlug in der 31. Minute erneut zu: Nach einem energischen Solo über rechts legte Dedeic quer, sein Mitspieler musste nur noch einschieben – 2:0.
Unsere Mannschaft antwortete jedoch prompt und zeigte damit, dass sie sich nicht unterkriegen lassen wollte: Noch in derselben Minute flankte Jarvid Mitschke von rechts scharf in den Strafraum, wo Marco Mundhenk am höchsten stieg und per Kopf zum 2:1 verkürzte. Der Anschluss währte allerdings nicht lange. In der 38. Minute leistete sich Louis Sender einen unglücklichen Ballverlust im Aufbauspiel, den Preussen konsequent zum 3:1 bestrafte – ein Treffer, der spürbar an der Moral kratzte. Kurz vor der Pause hätte unsere Mannschaft beinahe noch verkürzt, ein Treffer von Ivan Strilets nach starkem Zuspiel von Cavit Türksen wurde jedoch wegen einer Abseitsposition zurückgenommen. Mit einem deutlichen, aber angesichts der eigenen Chancen durchaus vermeidbaren Pausenrückstand ging es in die Kabinen.
Aufbäumen nach der Pause
Der zweite Durchgang begann mit sichtlich mehr Entschlossenheit auf unserer Seite. Der Trainerstab reagierte früh mit einem Dreifachwechsel, um frische Kräfte und neue Impulse zu bringen. Die Bemühungen zahlten sich in der 62. Minute aus: Ivan Strilets setzte sich energisch durch die Mitte durch, scheiterte zunächst am herausstürzenden Torhüter, ehe Manuel Fricke den Abpraller aus rund 16 Metern konsequent zum 3:2 verwandelte. Auf einmal war das Spiel wieder komplett offen, und unsere Mannschaft roch die Chance auf mehr.
Der Rückschlag folgte prompt und schmerzhaft: In der 68. Minute gab es Elfmeter für Preußen, Marco Mundhenk hatte im Zweikampf an der Strafraumkante den späteren Torschützen gefoult. Ibrahim Al Tamar verwandelte anschließend selbst zum 4:2. Ein bitterer Nackenschlag, der die Aufholjagd zunichtezumachen drohte – zumal Jannis Thielke wenig später wegen Meckerns die Gelbe Karte sah und die Nerven auf beiden Seiten spürbar blank lagen.
Zittern bis zur letzten Sekunde
Doch unsere Mannschaft gab sich noch immer nicht geschlagen. Nach einer taktischen Umstellung auf eine Dreierkette und dem verstärkten Einsatz langer Bälle kamen in der Schlussviertelstunde weitere gefährliche Aktionen zustande – ein Fernschuss von Emrah Kelesabdioglu wurde noch abgefälscht und knapp am Tor vorbeigelenkt. Der große Lohn für den unermüdlichen Einsatz kam schließlich in der 86. Minute: Nach einer Ecke stieg Jannis Thielke am höchsten und köpfte nach Vorarbeit von Manuel Fricke zum 3:4 ein. Die Schlussphase wurde damit zum echten Nervenkrimi. Preussen musste in der Nachspielzeit sogar in Unterzahl agieren, nachdem Ibrahim Al Tamar wegen eines Nachtretens noch die Gelb-Rote Karte gesehen hatte – doch die Zeit reichte am Ende nicht mehr. Ivan Strilets köpfte in der Schlussminute noch drüber, ein langer Ball verfehlte Cavit Türksen nur knapp, ehe der Schiedsrichter nach einer letzten Ecke, bei der sogar Torhüter Burak mit nach vorne gestürmt war, endgültig abpfiff.
Spielanalyse
Die Niederlage hat vor allem im ersten Durchgang ihre Wurzeln: Zwei Fehler bescherten dem Gegner zwei Tore, die in dieser Höhe vermeidbar gewesen wären. Umso bemerkenswerter war die Reaktion nach der Pause, als unsere Mannschaft läuferisch und mental noch einmal alles investierte, um das Spiel zu drehen. Dass am Ende dennoch die Punkte in Hameln blieben, lag vor allem an der Effizienz des Gegners in den entscheidenden Szenen – während unsere Mannschaft trotz drückender Überlegenheit in der Schlussphase nicht mehr den nötigen Ausgleich fand.
Trainerstimme: Henni Deppe
„Das tut natürlich richtig weh, gerade weil wir es uns durch den Start selbst schwer gemacht haben. Die beiden frühen Gegentore hätten so nicht passieren dürfen, da waren wir zu unaufmerksam. Was die Mannschaft danach aber gezeigt hat, war wirklich stark – wir haben bis zur letzten Minute alles reingeworfen und uns immer wieder zurückgekämpft. Leider hat am Ende die Effizienz gegen uns entschieden, und der Elfmeter zum 4:2 war natürlich ein bitterer Moment. Trotzdem bin ich stolz auf den Kampfgeist, den die Jungs bis zum Schlusspfiff gezeigt haben. Diese Einstellung müssen wir jetzt mitnehmen, den Fehlerteufel aber schnellstmöglich abstellen."
Ausblick
Trotz der bitteren Niederlage nimmt unsere 2. Herren die kämpferische Leistung der Schlussphase als positives Signal mit und richtet den Blick bereits auf die kommende Aufgabe.













